Feminismus – Fuck Yeah; Das Buch von Anne Wizorek

Anne Wizorek - Aufschrei

„Ich liebe das Internet und dessen Möglichkeiten! Ich habe es wachsen sehen (und tue dies noch) und erlebt, wie immer mehr und andere Möglichkeiten hinzukamen. Und schließlich habe ich nicht zuletzt durchs Internet gelernt, dass das, wofür ich stehe, feministisch ist – kein großes »ABER«, sondern nur ein »Fuck yeah!«

Anne Wizorek

Kurze Vorgeschichte: Anfang des Jahres 2013 erscheint auf dem Blog kleinerdrei der Artikel Normal ist das nicht! von Maike, in dem sie ihre Erfahrungen mit Street Harassment* beschreibt. Anne lässt das Thema nicht mehr los, sie sucht nach einem Weg auch hierzulande Geschichten zu sammeln und so auf Street Harassment hinzuweisen: Der Hashtag #aufschrei wird geboren. Damit löst sie in Deutschland eine riesige Sexismusdebatte aus, die aufzeigt, das Gleichberechtigung in Deutschland noch lange keine Realität ist.

*sexuelle Belästigung an öffentlichen Plätzen

Ein Jahr später schreibt sie dann ihr Buch: Weil ein #Aufschrei nicht reicht – Für einen Feminismus von heute, welches jetzt, drei Jahre später immer noch erschreckend viel Relevanz hat.

Anne Wizorek beschreibt auf ihre sympathische und eindringliche Art und Weise, warum Männer und Frauen in Deutschland immer noch nicht gleichberechtigt sind, und was jeder von uns dagegen tun kann.

Sie schreibt, warum die Geschlechterquote nur ein guter Anfang ist, wie Bezahlung in Unternehmen aussieht, über die Pille danach – und sexuelle Selbstbestimmung und wie wir weg von einer „Du willst es doch auch“-Kultur und hin zu einer „Willst du auch?“-Kultur kommen. Es geht darum, wie wir Frauen niemals dem vorherrschenden Ideal gerecht werden können, in welche Schubladen wir gesteckt werden und was trotzdem alles von uns erwartet wird. Außerdem beschreibt Anne auch wie schwer es gemacht wird, Familie und Karriere zu vereinbaren und vergisst auch nicht, die LGBTQI* Community in die Gleichberechtigungs- und Akzeptanz Debatte einzubeziehen. Kurz gesagt, eine Zusammenfassung von vielen relevanten Themen zum deutschen Feminismus, jeweils auf den Punkt gebracht.

*(Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Queer, Intersexual)

Seitenansicht des Buches von Anne Wizorek

Ich persönlich habe das Buch geliebt. Sie benutzt eine Sprache, die niemals trocken ist, sondern manchmal ernst, manchmal derb, immer ehrlich und entlockte mir so viele Male ein Schmunzeln. Trotzdem werden alle Themen sachlich und gut recherchiert beleuchtet, sowie mit vielen Beispielen untermauert.

Jeder sollte dieses Buch gelesen haben. Das Buch erzählt die Geschichte und die Hürden des heutigen Feminismus und hat mir immer wieder die Augen geöffnet. Es hat mich ungemein motiviert, aktiv zu werden. Sich selbst einzumischen.

Wenn ihr neugierig geworden seid, dann los zum lokalen Buchhändler eures Vertrauens oder vielleicht der Bibliothek.

„Wir wollen nicht zurück, wir wollen nur noch vorwärts. Und wir wollen vor allem keine Schubladen mehr, sondern freie Entfaltung für alle. Wir haben längst angefangen. Machen wir weiter!

Das F in Feminismus steht für Freiheit.“

Anna Wizorek

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