Für’n Zwanni nach Paris

Ansicht eines Fernrohres auf dem Eiffelturm

Ich bin letztes Jahr im März aus Nürnberg über Paris nach Rom geflogen und hatte beim Buchen die Wahl, ob ich den Flug mit 3 oder etwa 9 Stunden Wartezeit in Paris auswähle. And guess what, ich habe den mit den 9 Stunden gewählt. Weil ich einfach mal ausprobieren wollte, ob man es schafft, vom Flughafen in dieser Zeit in die Innenstadt zu kommen und einen kleinen Spaziergang zu machen (ich war vorher noch nie in Paris und das war zu dem Zeitpunkt der ganze Plan gewesen). Und was soll ich sagen? Ich habe es definitiv nach Paris geschafft und ich hatte so viel mehr Zeit, als ich gedacht hätte.

Ich bin also dort in die Bahn gestiegen, das Ticket hat etwa 10€ gekostet und bin auf gut Glück mal an der Haltestelle Notre-Dame ausgestiegen. Und, Leute war das geil, denn grade stand ich noch am Flughafen und dann auf einmal mitten im verregneten Paris. Und trotz des Wetters habe ich diesen überwältigenden Einblick in die Stadt so genossen!

Natürlich ist Timing alles und ich musste dafür sorgen, dass ich wieder überpünktlich zurück am Flughafen bin (denn das Ziel war Barcelona, wie ihr wisst). Deswegen war ich anfangs skeptisch, wie weit ich jetzt genau herumlaufen kann (und welches Tempo ich dabei halten sollte). Aber es stellte sich heraus, dass ich richtig viel Zeit hatte und überhaupt keinen Stress.

Ich erinnere euch nochmal daran, dass das im März war (beste Idee ever!), denn es waren kaum Touristen unterwegs. Ich spazierte also anfangs gleich mal fröhlich in Notre-Dame herein, ohne Anstehen und ohne viele Menschen im Inneren. Die katholische Kirche Notre-Dame de Paris, was so viel heißt wie „Unsere Liebe Frau von Paris“ ist der Gottesmutter Maria geweiht und eines der frühesten gotischen Kirchengebäude Frankreichs. Gebaut wurde das 130m lange und etwa 69m hohe Ding zwischen 1163 und 1345. Der Eintritt war frei, den Rucksack musste man abgeben.

Notre-Dame Paris

Danach spazierte ich an der Seine entlang, was bei dem Wetter gar nicht mal so angenehm war, aber zugegebenermaßen sehr malerisch. Ich kam an einem kleinen Laden vorbei und ich konnte natürlich nicht widerstehen, eine Schachtel Reiseproviant mit Macarons mitzunehmen. (Earl Grey waren die besten!!!) Da hatte ich schon grob ins Auge gefasst, noch bis zum Eiffelturm vor zu laufen und dann zurückzufahren. Als ich selbigen also schon hinter den Häuserfassaden sah, kaufte ich sogar noch ein paar Postkarten und Briefmarken, weil ich dachte die schmeiß ich kurz vor dem Wegfahren noch schnell irgendwo ein. (Was ich auch getan habe).

Als ich es also zum Eiffelturm geschafft hatte, war noch genug Zeit, um sich dort umzuschauen. Also ich unten drunter vorbeiging, sah es unerwartet leer aus. Ich checkte die Preise an den Kassen und war grade mal bei 5€ (wenn man die Treppe zur ersten Plattform nimmt und unter 24 ist). Ich zweifelte anfangs sehr, ob ich einfach mal drauf los, mir ein Ticket besorgen sollte, weil ich nicht einschätzen konnte, wie lange das dauert auf den Eiffelturm zu gehen und sich die Stadt von oben anzuschauen, wieder zur U-bahn zu laufen (das nimmt die wenigste Zeit in Anspruch, okay). Und ja, spontan entschied ich mich dafür. (Ich war so aufgeregt!) Ich hatte geplant, kurz in Paris auszusteigen und zurück an den Flughafen zu fahren, ich war null darauf eingestellt, so viel zu sehen und zu unternehmen. Deswegen war der Überraschungsmoment, bei dem weniger als fünf Menschen am Eiffelturm anstanden, immens.

Und es hat sich so gelohnt! (Workout inklusive – weil, wirklich viele Stufen) Der 324m hohe Eisenfachwerkturm, der 1889 fertiggestellt wurde gilt noch heute als Ikone der Architektur. Wenn man davor steht, muss ich gestehen, sieht der Turm fast ein bisschen mickrig aus. Aber der Ausblick war fantastisch, die Stimmung grau, trüb, magisch. Die Stadt war in Pastellfarben getaucht.

Aussicht vom Eiffelturm

Aussicht vom Eiffelturm

Mein Fazit: ich schaffte es danach noch auf einen fast 8€ Espresso in ein Cafe, habe dort meine Postkarten geschrieben, sie eingeworfen und bin dann sehr gemütlich zurück zum Flughafen gefahren. Dazu muss man sagen, meine Voraussetzung: ich war alleine unterwegs und nur mit Handgepäck. Macht wirklich Sinn.

Jetzt zu euch, nutzt ihr eure Zwischenstopps bei Flügen? Habt ihr da noch irgendwelche guten Geschichten auf Lager?

Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt den Flug mit der längeren Umsteigezeit zu nehmen ( und am selben Tag noch durch Barcelona zu spazieren, war übertrieben schön – und auch ein bisschen Mindfuck)

Cheers, Anna

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1 Kommentar

  1. Das klingt nach einem sehr schönen und gemütlichen Tag in Paris. Ich habe das noch nie gemacht, aber wenn man damit allenfalls sogar noch beim Flugpreis sparen kann, dann finde ich das eine tolle Idee!:)

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